McDonald`s - Fast Food - Systemgastronomie

Wilfried Cichon Franchise-Nehmer

Franchise-Nehmer seit Juni 2001

Wilfried Cichon

Wie sind Sie zum Franchise-Nehmer bei McDonald’s geworden und wieso haben Sie sich für McDonald’s entschieden?
Nach meinem betriebswirtschaftlichen Studium wurde ich durch Bekannte auf eine junge Firma mit dem Namen McDonald’s aufmerksam gemacht, die hierzulande noch weitestgehend unbekannt war. Das Konzept und die Ziele überzeugten mich und so stieg ich ins Unternehmen ein. Nach 24 Jahren direkt bei McDonald’s Deutschland, und in all den Jahren mit den verschiedensten Aufgaben betreut, wurde ich dann 2001 Franchise-Nehmer. Mittlerweile habe ich sechs Restaurants, 300 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 12,5 Millionen Euro. Zugleich engagiere ich mich aber auch ehrenamtlich und bin inzwischen in zweiter Amtsperiode Mitglied des Präsidiums des BdS, dem Bundesverband der Systemgastronomie.

Wie bewerten Sie die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für Ihr Unternehmen und vor welchen Herausforderungen stehen Sie?
Ganz entscheidend für unsere Geschäftssituation ist die Steuergesetzgebung. Deutlich wird dies zum Beispiel bei der Mehrwertsteuer. Lebensmittel dienen der Grundversorgung der Menschen und bei McDonald’s können sich Kunden auf moderne und schnelle Weise in toller Qualität ernähren. Eine Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes oder eine Angleichung der Steuersätze würde für uns eine spürbare Erhöhung der Steuersätze bedeuten. Diese können wir nicht einfach so an unsere Gäste weitergeben, denn diese haben ja nicht automatisch ein höheres Einkommen. Hier gilt es auch eine gewisse Dimension im Auge zu behalten, denn McDonald’s wird täglich millionenfach besucht.

Wir stehen aber auch vor der Herausforderung eines gravierenden Alterungsprozesses der Gesellschaft. Wir haben nicht nur im Schnitt ältere Kunden, sondern müssen auch gute Arbeitskräfte finden und an uns binden. Vor Ort muss ich dies tagtäglich leben, denn mein Image als Arbeitgeber spricht sich herum.

Es ließe sich auch noch vieles andere nennen, so etwa die finanziellen Mehrbelastungen durch die Energiewende, denn wir sind nicht von der EEG-Umlage befreit. Energie muss aber dauerhaft für jeden bezahlbar bleiben.

Wie beurteilen Sie derzeit die Perspektiven für mittelständische Unternehmen in Deutschland?

Neue Regularien kosten immer Geld und wenn finanziell starke Unternehmen sich diese noch leisten können, ist dies bei mittelständischen personengeführten Unternehmen bei Weitem schwieriger. Gerade bei Neuinvestitionen spielt das Vertrauen in die Zukunft eine wichtige Rolle. Wir brauchen stabile Verhältnisse und einen verlässlichen Rechtsrahmen, um auch in Zukunft bestehen zu können.

Anzahl Restaurants: 5

Standorte: entlang der A7: Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, 3 x Neumünster

Mitarbeiter: ca. 260

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