McDonald`s - Fast Food - Systemgastronomie

Helmut Froitzheim

Franchise-Nehmer seit 1984, bei McDonald’s seit 1978

Helmut Froitzheim

Wie und wieso sind Sie Franchise-Nehmer bei McDonald’s geworden?
Ich bin gelernter Bankkaufmann und habe 1978 nebenbei bei meinem Bruder, der seit einem Jahr Franchise- Nehmer war, als Schichtführer gearbeitet. Mein Vater und ich kamen dann zu der Überzeugung, dass das noch junge McDonald’s System große Chancen bot. Daraufhin verkaufte mein Vater seinen Betrieb und wurde 1980 Franchise-Nehmer und auch ich stieg mit ein. Mittlerweile ist mein Sohn mein Nachfolger, wobei wir die erste „Dritte-Generation-Familie“ sind. Unsere Frauen sind ebenfalls im Betrieb engagiert und so sind wir ein Familienbetrieb, wie es bei vielen mittelständischen Unternehmen der Fall ist.
Auch wenn es etwas pathetisch klingen mag, aber McDonald’s ist meine Firma und mein Leben.

Wie würden Sie das Verhältnis von McDonald’s zu seinen Franchise-Nehmern beschreiben?

Über die gesamte Zeit meiner Tätigkeit im McDonald’s System kann ich sagen, dass immer alle Teile des Unternehmens darum bemüht waren, eine konstruktive und gegenseitig „befruchtende“ Partnerschaft zu leben. Sicher gab es immer mal wieder Höhen und Tiefen, aber die Grundidee einer Partnerschaft zwischen einem großen System und dem mittelständischen Unternehmer hat immer funktioniert und war definitiv der Schlüssel zum Erfolg.

Wenn Sie auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblicken, wie haben sich die Herausforderungen an Sie als Unternehmer Ihrer Meinung nach verändert?
Die ökonomischen Herausforderungen haben sich in den vielen Jahren eigentlich nur marginal verändert. Manche Herausforderungen tragen wir zudem seit Ewigkeiten mit uns rum. Zum Beispiel das Thema Abfall und die Lebensmittelüberwachung:

Als McDonald’s ist man besonders greifbar für manche Probleme, gerade weil man überall präsent ist.

Wie bewerten Sie die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für Ihr Unternehmen?

Die Politik setzt die Rahmenbedingungen, aber vor Ort gibt es in der Ausführung doch große Unterschiede. Vieles ist im Endeffekt Auslegungssache und ohne die belastenden Diskussionen könnte oftmals einiges einfacher sein. Ein Beispiel etwa sind die Unsicherheiten mit den Laufzeiten von Abschreibungen und welche Investitionsgüter hier anerkannt werden können. Ich habe in all meinen Jahren schon viele Großbetriebsprüfer erlebt, die alle sehr unterschiedlich waren. Ein einheitlich ausgeführter Rechtsrahmen
würde also schon sehr helfen.

Anzahl Restaurants: 16, gemeinsam mit seinem Sohn

Standorte: Koblenz, Mülheim Kärlich, Neuwied, Andernach,
Willroth, Epgert, Altenkirchen, Betzdorf, Mogendorf,
Montabaur, Diez, Limburg, Bad Camberg

Mitarbeiter: rund 1.100

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