Finanzierung

Was kostet eine Existenzgründung im Franchise?

Wer vom eigenen Unternehmen träumt, muss bereit sein auch etwas dafür zu investieren – nicht nur Zeit und Leidenschaft, auch finanzielle Mittel sind für die erfolgreiche Gründung eines Franchise-Betriebes notwendig.

Investitionssumme

Die Investitionssumme ergibt sich aus verschiedenen Kosten, die ein Gründer zu übernehmen hat, bevor er seine Geschäftstätigkeit aufnimmt. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für den Aufbau sowie die Erstausstattung eines Betriebes, Behörden-Gebühren und die Einstiegsgebühr in einem Franchise-System.

Über die Höhe der Gesamtinvestitionssumme lässt sich nur schwer eine pauschale Aussage machen, denn sie ist abhängig von den individuellen Startbedingungen des Franchise-Nehmers sowie von den Anforderungen des jeweiligen Franchise-Systems.

Franchise-Gebühren

Laut einer Studie des Deutschen Franchise-Verbandes erheben die meisten Franchise-Systeme in Deutschland zwei Arten von Gebühren: Einmalgebühren und laufende Gebühren. Um die Angemessenheit dieser Gebühren zu beurteilen, gilt es nicht nur auf die Höhe, sondern vor allem auf das Preis-Leistungsverhältnis zu achten.

Einmalgebühren bei der Gründung eines Franchisebetriebes

Für Leistungen vor oder kurz nach dem Vertragsabschluss kommen Einmalgebühren auf den Franchise-Nehmer zu. Die durchschnittliche Einstiegsgebühr liegt zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Manche Franchise-Geber erheben auch keine direkte, sondern eine indirekte Gebühr, wie zum Beispiel Preisaufschläge.

Natürlich erhalten die Franchise-Nehmer auch Leistungen für diese Einstiegsgebühr. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • die Überlassung von Know-how, z.B. in Form von Systemhandbüchern und Corporate Identity
  • Wettbewerbsvorteile durch die Zugehörigkeit zum Franchise-System, wie zum Beispiel Gebietsschutz
  • Unterstützung bei der Standortsuche und Standortbewertung
  • Unterstützung bei der Betriebseröffnung

Laufende Gebühren für Franchise-Nehmer

Nicht nur beim Einstieg in ein Franchise-System werden Sie als Franchise-Nehmer von der Zentrale unterstützt. Für dauerhafte Leistungen erheben die meisten Systeme entweder einen fixen Monatsbeitrag oder eine prozentuale Beteiligung am Umsatz. Für diese Gebühr erhalten Sie als Franchise-Nehmer zum Beispiel:

  • regelmäßige Beratung
  • umfangreiche Schulungsangebote
  • Erfolgsrechnung und Betriebsvergleiche
  • Marktanalysen
  • Weiterentwicklung des Know-hows / Forschungs- und Entwicklungsarbeit
  • Vorlagen für regionale Werbe- und Marketingaktionen
  • Kooperationen, z.B. mit Industriepartnern für bessere Einkaufskonditionen


Zusätzlich nutzen manche Franchise-Systeme eine Werbegebühr, die ebenfalls fix oder am Umsatz bemessen ist. Diese wird für überregionale Werbemaßnahmen, wie Anzeigen, TV-Spots oder Gewinnspiele genutzt, um die überregionale Bekanntheit der Marke kontinuierlich zu steigern.

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