Der Deutsche Franchiseverband e.V.

Der Deutsche Franchiseverband e.V.

Aufgaben und Ziele

Der Deutscher Franchiseverband e.V. ist der Spitzenverband der deutschen Franchisewirtschaft.

Zur Hauptaufgabe des Franchiseverbandes zählt es, die Interessen der Franchisewirtschaft auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene zu vertreten. Hierzu bestehen enge Kontakte zu den entsprechenden Bundesministerien – vor allem dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) – zum Deutschen Bundestag, zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag, zur Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Rentenversicherung Bund sowie zu anderen Verbänden, mit denen der Verband in einer großen Netzwerkgemeinschaft verbunden ist. Als Partner der Gründerwoche Deutschland, einer vom BMWi initiierten Aktionswoche rund um Unternehmertum und Existenzgründung, nimmt er mit verschiedensten Aktionen und Veranstaltungen eine wichtige Rolle ein.

Ein weiteres wichtiges Ziel des Deutschen Franchiseverbandes ist es, den Bekanntheitsgrad und das Image des Franchisings in Deutschland nachhaltig und positiv zu fördern und die Finanzierung von Franchisenehmern und -gebern sicherzustellen.

Auf internationaler Ebene profitiert der Verband vom intensiven Erfahrungsaustausch mit dem World Franchise Council (WFC).

Der Ethikkodex als Grundlage für seriöses Franchising

Eine Grundlage der Verbandsarbeit ist der Ethikkodex. Dieser ist auf Basis des mit der EU-Kommission abgestimmten Verhaltenskodex der European Franchise Federation (EFF) entstanden.

Der Ethikkodex definiert verbindlich die Spielregeln für kooperative, selbstständige Unternehmen im professionellen Franchising und benennt Rechte und Pflichten von Franchisegebern und -nehmern. Auf diese Weise wird die einheitliche Erscheinungsweise im Franchising ermöglicht. Franchisegeber, die Verbandsmitglied werden wollen, unterliegen einer strengen Aufnahmeordnung und müssen belegen, dass sie gemäß dem Ethikkodex agieren und handeln. Auf diese Weise wahrt der Franchiseverband seine Funktion als Qualitätsgemeinschaft der deutschen Franchisewirtschaft.

Der Systemcheck: Geprüfte Qualität

DFV - Qualitäts-Siegel

Der Systemcheck ist ein weiteres, wichtiges Qualitätskriterium und maßgebliches Kennzeichen eines ordentlichen Verbandsmitglieds: Franchise-Unternehmen, die eine Vollmitgliedschaft anstreben, müssen den Systemcheck erfolgreich absolvieren. Eine regelmäßige Überprüfung alle drei Jahre garantiert zudem die dauerhafte Qualität des Systems. Die Überprüfung der Franchise-Unternehmen wird durch eine unabhängige Bewertungsgesellschaft unter wissenschaftlicher Aufsicht des Internationalen Centrum für Franchising und Cooperation (F&C) durchgeführt.

Der Systemcheck beinhaltet unter anderem die Prüfung des Franchisevertrages, des Franchisehandbuches sowie der Strategie und des Managements. Ein weiterer, wesentlicher Aspekt der Überprüfung: das positive Abschneiden der Franchisenehmer-Zufriedenheit. Erst wenn alle Elemente des Systemchecks erfüllt sind, erhalten Franchisesysteme das Qualitätssiegel, das als „TÜV“ des Franchisings gilt.

Professionalität in der Aus- und Weiterbildung

Im Bereich der Aus- und Weiterbildung im Franchising nimmt der Deutsche Franchiseverband maßgeblichen Einfluss auf die beiden einzigen Programme mit anerkannten Abschluss: Seit 2006 gibt es Franchise Campus in Weilburg die erste Franchise-Manager-Ausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt mit Schwerpunkt Franchising. Die zweijährige Vollzeit-Ausbildung richtet sich an Personen, die ein Fachstudium mit betriebswirtschaftlichen Abschluss absolvieren wollen.

Seit Ende 2011 hat der Franchiseverband über das ihm angeschlossene Deutsche Franchise Institut zudem einen bundesweit einzigartigen IHK-Zertifikatslehrgang initiiert. Dieser richtet sich an Fachkräfte in den Franchisezentralen. Der berufsbegleitende Kurs besteht aus mehreren Modulen und umfasst 160 Lehrgangsstunden. Die Teilnehmer lernen dabei alle wichtigen Inhalte für eine berufliche Zukunft in diesem Wirtschaftszweig.

Mitgliedschaft

Dem Deutschen Franchiseverband e.V. gehören derzeit rund 300 Mitglieder an. Es wird zwischen zwei Formen der Mitgliedschaft unterschieden:

  • Für die Vollmitgliedschaft müssen Franchisegeber mindestens zwei Jahre erfolgreich am Markt tätig sein und mindestens zwei Franchisenehmer vertraglich gebunden haben. Hauptkennzeichen einer Vollmitgliedschaft ist die erfolgreiche Absolvierung des Systemchecks. 
  • Die Anwartschaft (Assoziierte Mitgliedschaft) ist die Vorstufe zur Vollmitgliedschaft, quasi eine Junior-Mitgliedschaft. Sie richtet sich vor allem an junge und kleine Franchisesysteme, die weniger als zwei Jahre am Markt aktiv sind und/oder maximal zwei vertraglich gebundene Franchisenehmer haben. Franchise-Unternehmen, die die Anwartschaft beantragen, müssen vor Aufnahme eine juristische Prüfung des Franchisevertrages sowie eine Einsichtnahme in das Franchisehandbuch ermöglichen. Anwärter verfügen über kein Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung und dürfen das Mitgliedslogo des Deutschen Franchiseverbands nicht für Werbezwecke oder zur Qualitätsdokumentation nutzen. Ziel ist es, nach einer dauerhaften Etablierung am Markt, Vollmitglied im Franchiseverband zu werden.

Assoziierte Experten sind Rechtsanwälte und/oder Unternehmensberater, die mindestens drei Jahren beratend im Franchising tätig sind. Sie stützen und fördern die Arbeit sowie die Ziele des Verbandes und wirken bei ihren Mandanten auf die Umsetzung und Einhaltung der Qualitätsstandards und Verbandsregeln hin.

Aktivitäten des Deutschen Franchiseverbands

  • Verbandspublikationen informieren über wirtschaftliche und rechtlich relevante Aspekte des Franchisings
  • Umfassende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Beratung in franchisespezifischen Fragen
  • Informationsmaterialien, Checklisten, regelmäßige Blog-, Newsletter- und Twitterbeiträge, Intranet
  • Organisation des Erfahrungsaustausches innerhalb der Franchisewirtschaft
  • Förderung öffentlicher Finanzierungshilfen für Franchisenehmer und -geber; Kooperationen mit Kreditinstituten (z.B. mit dem Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. - VDB und dem Deutschen Sparkassen und Giroverband e.V. - DSGV) dienen der finanziellen Förderung von Existenzgründungen
  • Unterstützung bei der Gewinnung von Franchisenehmern
  • Rechtsdatenbank ¥ Ombudsmann- und Mediationsverfahren
  • Kurator des Internationalen Centrums für Franchising und Cooperation (F&C) zur wissenschaftliche Begleitung des Franchisings in Deutschland

Veranstaltungen

  • Franchise-Forum mit der Vergabe der FRANCHISE-AWARDS, jährliche Tagung der deutschen Franchisewirtschaft
  • Teilnehme an Gründermessen, Veranstaltungen der Industrie- und Handelskammern sowie der Arbeitsagenturen
  • Tagungen, Workshops, Fortbildungen und regionale „Round-tables“, die den Erfahrungsaustausch fördern
  • Weiterbildungsprogramme (verbandsintern und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Franchise-Institut)
  • Teilnahme an nationalen und internationalen Branchenmessen

Organisation

Die ordentliche Jahres-Mitgliederversammlung wählt jeweils für drei Jahre den Verbandsvorstand. Dieser besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und vier weiteren Vorstandsmitgliedern. Der Vorstand vertritt den Verband gerichtlich und außergerichtlich.

Die Ausschüsse des Verbandes beschäftigen sich regelmäßig mit aktuellen Fachfragen. Dies sind der Rechtsausschuss, der Ausschuss für Qualität und Ethik, der Ausschuss Franchisenehmer-Gewinnung und Prozesse und Digitalisierung.

DFV - Deutscher Franchiseverband e.V.

Dem Vorstand gehören an:

Kai Enders (Engel & Völkers) als Präsident

Kai Enders (Engel & Völkers)

Präsident

Matthias H. Lehnert (Bodystreet) als Vize-Präsident

Matthias H. Lehner (Bodystreet)

Vize-Präsident

Jürgen Dawo (Town & Country Haus)

Jürgen Dawo (Town & Country)

Alexander Mehnert (TeeGeschwender)

Alexander Mehnert (TeeGeschwendner)

Ute Petrenko (Mail Boxes Etc.)

Ute Petrenko (Mail Boxes Etc.)

Anja Haverkamp (Nordsee)

Anja Haverkamp (Nordsee)

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